Bewerbungs- und Auswahlverfahren

Bevor Sie sich für ein Studium bewerben, sollten Sie recherchieren, was Sie planen zu studieren. Die Prüfungsordnung gibt Aufschluss über die Struktur des Studiums. Der Modulkatalog hingegen geht auf die inhaltlichen Gesichtspunkte ein.

Für das Studium Bachelor of Education im Fach Politikwissenschaft legen wir Wert darauf, qualifizierte und motivierte Studierende zu gewinnen. Diese werden dann nach fachspezifischen Kriterien ausgewählt.

Alle Interessierten laden wir dazu ein, sich die folgenden Fragen zu stellen. Im Idealfall sollten alle Fragen bejaht werden können:

  • Neben sprachlichen Fähigkeiten spielen mathematische und analytische Fähigkeiten eine wichtige Rolle, um sozialwissenschaftliche und wirtschaftswissenschaftliche Probleme zu lösen. Würden Sie sagen, dass sie gute analytische und mathematische Fähigkeiten besitzen? (Die Mathematiknote in der Oberstufe ist oftmals ein hinreichender Indikator.)
  • PolitikwissenschaftlerInnen nutzen oftmals Statistik, um Erkenntnisse über den politischen Prozess zu erreichen. Haben Sie Spaß an Zahlen und sind Sie motiviert die gängigen statistischen Methoden zu erlernen?
  • Interessieren Sie sich nicht nur für tagesaktuelle Politik, sondern auch für die Erforschung generalisierbarer Gesetzmäßigkeiten?
  • Sind Sie bereit, den Großteil ihres Studiums nicht mit Diskussionen über aktuelle politische Geschehnisse zu verbringen, sondern mit dem Erlernen und der Anwendung von politikwissenschaftlichen Theorien?
  • Der Umfang der wöchentlich zu bearbeitenden Literatur übersteigt den der Oberstufe. Selbstorganisation und ein gewisser Fleiß sind notwendige Voraussetzungen, um diese Literatur zu bewältigen. Würden Sie sich diese beiden Attribute zuschreiben?
  • Sind Sie bereit, den Großteil der Unterrichtslektüre und Fachliteratur in englischer Sprache zu lesen?

Grundvoraussetzung für das Studium B.Edu. Politikwissenschaft ist eine deutsche Hochschulzugangsberechtigung. Studienbewerberinnen und Studienbewerber ohne deutsche Hochschulzugangsberechtigung (i.d.R. Abitur) wenden sich für eine Bewerbung an das Akademische Auslandsamt. Der Bewerbungsschluss für Bewerberinnen und Bewerber ohne deutsche Hochschulzugangsberechtigung ist jeweils der 15. Juli. Bewerberinnen und Bewerber mit deutscher Hochschulzugangsberechtigung bewerben sich folgendermaßen:

Bewerbungsverfahren

Da das Studium B.Edu. Politikwissenschaft, wie alle Studiengänge der Universität Mannheim, jeweils zum Herbstsemester startet, bewerben sich Studieninteressierte zwischen dem 15. Mai und dem 15. Juli eines jeden Jahres online bei der Universität Mannheim. Das heißt, die Bewerberinnen und Bewerber müssen in diesem Zeitraum den internetbasierten Bewerbungsbogen der Zulassungsstelle der Universität Mannheim ausfüllen. Anschließend ist ein Ausdruck dieses Bogens gemeinsam mit den darin geforderten zusätzlichen schriftlichen Unterlagen auf dem Postweg bis spätestens 15. Juli bei der Zulassungsstelle der Universität Mannheim  einzureichen. Unterlagen, die nach dem 15. Juli eintreffen, können leider nicht mehr berücksichtigt werden.

Auswahlverfahren

Am Auswahlverfahren im B.Ed. Lehramt Gymnasium Fach Politikwissenschaft nehmen nur die KandidatInnen teil, die sich frist- und formgerecht um einen Studienplatz beworben haben und nicht im Rahmen einer vorweg abzuziehenden Quote (Zweitstudienbewerber, bevorzugt Zugelassene, Härtefallregelungen) am Vergabeverfahren teilnehmen.

Nach rechtlicher Prüfung der Unterlagen durch die Zulassungsstelle der Universität Mannheim werden diese einer Auswahlkommission an der Fakultät für Sozialwissenschaften vorgelegt. Diese Auswahlkommission besteht aus FachvertreterInnen der Fakultät für Sozialwissenschaften, wobei mindestens ein Mitglied der Gruppe der ProfessorInnenenschaft angehört. Diese Kommission trifft etwa Anfang August eine Auswahl aufgrund folgender Auswahlkriterien:

  • die Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung (= Abitur sowie vergleichbare Abschlüsse)
  • die Abschlussnoten in den Fächern Mathematik und Englisch
  • andere studienrelevante Leistungen (z.B. berufspraktische Tätigkeiten, außerschulische Leistungen)

 Für diese Kriterien werden Punktzahlen vergeben, auf deren Basis eine Rangliste aller BewerberInnen erstellt wird. Die Gesamtpunktzahl, die den Rangplatz eines/einer BewerberIn bestimmt, setzt sich folgendermaßen zusammen:

  1. Die Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung wird für das Auswahlverfahren umgerechnet, indem für die Durchschnittsnote 1,0 eine Punktzahl von 15 Punkten vergeben wird. Für jeden Anstieg der Note um ein Zehntel werden vom Ausgangswert (15 Punkte) je 0,33 Punkte abgezogen.
  2. Die letzten in der Oberstufe nachgewiesenen Notenpunkte in den Fächern Mathematik und Englisch werden durch 3 geteilt (max. 5 Punkte pro Fach) und anschließend addiert (max. 10 Punkte).

Zugrundezulegen ist jeweils die Abiturnote, falls eine Abiturprüfung in dem betreffenden Fach schriftlich oder mündlich abgelegt wurde. Wurde keine Abiturprüfung abgelegt, ist die letzte Halbjahresnote in dem betreffenden Fach maßgeblich. Wurde ein Fach in der Oberstufe nicht belegt, so sind 0 Punkte für das betreffende Fach zu vergeben.

  1. Für einschlägige außerschulische Leistungen oder Auslandspraktika können bis zu 5 Punkte vergeben werden, sofern eine Tätigkeit für mindestens vier Wochen (28 Tage) ausgeübt wurde. Über die Einschlägigkeit einer außerschulischen Leistung und die zu vergebende Punktzahl entscheidet die Auswahlkommission. Einschlägige Bereiche sind etwa für das Fach Politikwissenschaft/Wirtschaftswissenschaft: z.B. Tätigkeiten in der öffentlichen Verwaltung auf Bundes-, Landes- oder Kommunalebene, Öffentlichkeitsarbeit bei Parteien, journalistische Tätigkeiten bei Presse und Medien, Mitarbeit in Interessenorganisationen (wie z.B. Gewerkschaften, soziale Organisationen etc.) sowie im kirchlichen Verbandswesen.

Die Punktzahlen werden addiert, wobei die Punktzahl gemäß (1) vierfach und alle anderen Punktzahlen einfach zu gewichten sind. Auf der Grundlage der so ermittelten Gesamtpunktzahl (max. 75 Punkte) wird unter allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen eine Rangliste erstellt.

Es finden keine Auswahlgespräche statt!

Die Auswahlkommission überliefert die Rangplatzinformationen an die Zulassungsstelle der Universität Mannheim, die ab (in der Regel) Mitte August die Zulassungs- und Ablehnungsbescheide verschickt. Wer eine Zulassung erhält, muss sich für den Studiengang anschließend noch bei den Studienbüros einschreiben, um den Studienplatz fest erhalten zu können. Informationen hierzu entnehmen Sie bitte dem Zulassungsbescheid, der per Post zugesendet wird. Jährlicher Studienbeginn ist etwa Anfang September.

Weitere Informationen: Das detaillierte Verfahren der hochschuleigenen Auswahl in den Bachelorstudiengängen und dem Lehramtsstudiengang der Fakultät für Sozialwissenschaften finden Sie in der Auswahlsatzung.



Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an das Studiengangsmanagement der Fakultät für Sozialwissenschaften oder  die Zulassungsstelle der Universität Mannheim (bewerbung@uni-mannheim.de).